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Exposé zu den
Lindauer Symposien für
Religionswissenschaft und Religionsphilosophie
24. bis 27.
September 2009 |
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Leitthema:
Herrscherkult und Heilserwartung
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Könige und
Herrscher galten über die Zeiten hinweg und oft erstaunlich
kulturinvariant als führwahr außergewöhnliche Menschen. Neben
Kompetenzen bei der Staats- und Heeresführung wurde ihnen Heil- und
Wunderkraft, übermenschliches Charisma, Schöpfungsverantwortung, ...
Gottesnähe, ja Gottessohnschaft zugeschrieben. Ziel unseres Symposiums
ist, die Essenzen aus den Studien eines James G. Frazer, Marc Bloch, A. M.
Hocart, Ernst H. Kantorowicz, Geo Widengren, ... Aziz Al-Azmeh noch einmal zu
sichten, zu ergänzen, zu konkretisieren und wo nötig zu korrigieren,
um von dieser Basis aus vier Themenschwerpunkte gleichsam einzukreisen:
(1) Mit welchen
Erklärungsmodellen - sie seien soziologisch, anthropologisch, ...
religionspsychologisch - läßt sich die bemerkenswerte
Kulturinvarianz des sakralen Königtums fassen?
(2) Worin gründet die
Attraktionsenergie, die sich beim Fehlen realer Königtümer gerade
auch derzeit in sakral-königlichen Nebenwelten, bisweilen Gegenwelten
entlädt: in den Mythenfeldern der Regenbogenpresse nicht anders als in
Märchen-, Fantasy- und Science-Fiktion-Welten wie Herr der Ringe',
Starwars, Narnia, König der Löwen ...
(3) Inwieweit
instrumentalisierten "säkulare" Herrscher - z.B. vom Schlag der
nationalsozialistischen Führungsclique - die eigentümlich
charismatische, oft schier "hypnotisierende" Macht des sakralen Königtums,
und mit welchen politischen und therapeutischen Strategien könnte solchem
Mißbrauch wirksam entgegengetreten werden?
(4) Wie ist es
erklärlich, daß scheinbar so "abergläubische" und "pagane"
Mythen und Kulte wie die aus dem Umfeld des sakralen Königtums in den
"neuen", tendenziell monotheistischen und auf exklusive Wahrheit bedachten
Religionen immer wieder Fuß faßten und dann den "rationalen",
asketischen und bilderscheuen Glauben mit reichem Prunk, Kult, Wunderglauben
und alten Formen königlichen Schauspiels legierten?
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Geladen und um Referate gebeten
werden (Stand Januar 2009):
Nicolai Grube, Manfred Schneider, Stefan Weinfurter,
Burkhard Schnepel, Bernd Schipper, Martin Windisch, Reinhard Schulze, Heike
Berendt, Stefan Maul, Wolfram Pyta. - Beiträge leisten auch die
Organisatoren und Träger: Jan Assmann und Harald
Strohm.
Alle Beiträge werden in einem Sammelband bei W. Fink
veröffentlicht. 
Allgemeines
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Die
allgemeine Zielsetzung der Lindauer Symposien ist, gewichtige und fundierte
religionswissenschaftliche Beiträge in den öffentlichen Diskurs
einzubringen. Die Beiträge sollen dabei zwar die Kriterien der
Wissenschaftlichkeit erfüllen. Sie sollen aber auch an eine breitere
Öffentlichkeit adressiert sein, sollen aktuelle Bezüge haben und - im
weitesten Sinn - politische Perspektiven aufzeigen.
Die Beiträge sollen
dabei den bereits lebhaft beworbenen Dialog zwischen den Religionen'
ergänzen; und zwar in zweifachem Sinn. Sie sollen zum einen
Bekenntnis-unabhängige Reflexionen über Religion und Religionen zum
Ausdruck bringen. Und sie sollen zum anderen Reflexionen publik machen, die -
in der Tradition des "Kantschen Projekts" - darauf abzielen, Formen des
interkulturellen Dialogs auch neben den Religionen zu befördern.
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Format
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Für die
Referenten werden von Donnerstag bis Sonntag Zimmer im Hotel Reutemann, einem
guten Hotel am Lindauer Hafen, reserviert. - Wir bitten die Teilnehmer am
Donnerstag Vormittag anzureisen. Bei weiter Anreise ist selbstverständlich
eine zusätzliche Übernachtung möglich.
Am Donnerstag Abend werden
alle Teilnehmer zu einem Essen (voraussichtlich ebenso im Hotel Reutemann)
geladen. Desgleichen am Freitag: Hier werden wir voraussichtlich im
Sünfzen, einem "gutbürgerlichen" Restaurant essen, das sich 2008 als
"Stammkneipe" bewährte. Am Samstag werden wir mit dem 18.00 Uhr-Schiff
nach Bregenz fahren, voraussichtlich das Kunsthaus besuchen und dann im
"Löwen" essen.
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Das eigentliche Symposium
findet im Kleinen (Renaissance-) Saal des Alten Rathauses
statt.
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Donnerstag, 14.30
Uhr - 18.00 Uhr
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Beginn des Symposiums. Kurze
Begrüßungen, zwei Referate mit Diskussion, dazwischen Kaffeepause.
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19.30 Uhr
Abendessen. |
| Freitag 9.30 Uhr - 12.00
Uhr |
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zwei Referate mit Diskussion,
dazwischen Kaffeepause. 14.30 Uhr - 18.00 Uhr drei Referate mit Diskussion, ...
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19.30 Uhr
Sünfzen. |
| Sonntag ab 10.00 Uhr
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Pressekonferenz
(voraussichtlich im Hotel Reutemann) - Abreise. |
Leitthema 2010: Echnaton und
Zarathustra
Kontakte (am
besten über email):
Prof. Dr. Jan Assmann jan@assmanns.de
Dr. Harald Strohm Bürstergasse 3, 88131 Lindau (B)
Tel. ++49 8382 72767 (nicht immer erreichbar, kein Anrufbeantworter)
mobil ++49 176 5111 5669 mail@harald-strohm.de |
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