Herbst 2008:

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  Lindauer Symposien für Religionswissenschaft und
Religionsphilosophie
Beiträge zum Dialog über die Religionen
 

Geplant ist eine Sequenz von Symposien in einjährigem Turnus, jeweils im Herbst. Für 2008 sind die Tage vom 28. September - 1. Oktober angesetzt.


Leitthema für 2008:

Magie
Magie - ein Phänomen nur der "heidnischen" Religionen?

"Erst Zoroasters Licht gehört der Welt des Bewußtseins an ..." - Dieses Diktum Hegels, verbunden mit jenem über die "Dumpfheit" der altindischen und auch der altägyptischen Religion, hat auch heute noch sein Geläufiges; auch deshalb, weil Autoren wie Cassirer und Jaspers in ähnliche Richtung stießen. Die neuen monotheistischen Religionen gelten im Rahmen dieser Konzepte als rational, bewußt und der Wahrheit verpflichtet; die alten "heidnischen" dagegen als naturverhaftet und von Mythos und Magie durchsetzt. Das Symposium soll nach dem heutigen Stand der Forschung neuerlich Licht auf die "achsenzeitliche Wende" werfen. Konkretes Thema sollen die Formen mythischen und magischen Denkens im Rahmen des alten "Heidentums", aber auch und zumal jene im Rahmen der "neuen" Religionen sein. Einbezogen werden soll dabei stets auch die Frage, aus welchen Determinanten sich die neuzeitliche Rezeption und Deutung des "Heidentums" speiste und speist.

Geladen werden jeweils zehn, im Umfeld des Leitthemas verdiente Referenten. Abgedeckt werden sollen unterschiedliche Gebiete aus den Religionswissenschaften im weiteren Sinn sowie aus der Soziologie, Politologie, Psychologie und Psychiatrie.

Die Beiträge sollen die Kriterien der Wissenschaftlichkeit erfüllen, aber auch an eine breitere Öffentlichkeit adressiert sein. Sie sollen aktuelle Bezüge haben und - im weitesten Sinn - politische Perspektiven aufzeigen.

Die Beiträge sollen den bereits lebhaft beworbenen ‚Dialog zwischen den Religionen' ergänzen; und zwar in zweifachem Sinn. Sie sollen zum einen Bekenntnis-unabhängige Reflexionen über Religion und Religionen in den öffentlichen Diskurs einbringen. Und sie sollen zum anderen Reflexionen publik machen, die - in der Tradition des "Kantschen Projekts" - darauf abzielen, Formen des interkulturellen Dialogs auch neben den Religionen zu befördern.

Alle Beiträge werden in einem Sammelband bei W. Fink veröffentlicht.




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 Leitthema für 2009: Sakrales Königtum





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